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Die Geschichte von Salz

Königsgut und Pfalz Salz

Königsgut und Pfalz Salz

von Heinz Gauly · Salz

„Die Geschichte von Salz“ steht auch als Download (PDF 847 KB) zur Verfügung.



Fiscus und karolingisch/ottonische Pfalz


Der fränkische Hausmeier im östlichen Reichsteil Karlmann schenkte dem 741 von Bonifatius gegründeten Bistum Würzburg zur Ausstattung 25 königliche Eigenkirchen (enthalten auch die Martinskirche von Brend) sowie ein Kloster. Dessen jüngerer Bruder und Nachfolger als fränkischer Hausmeier Pippin III., später fränkischer König, bislang für den westlichen Reichsteil zuständig, übernahm 747 dessen Anteil. Auch er fügte der Würzburger Kirche weitere Besitzungen und Einkünfte zu deren Ausstattung hinzu, u. a. eine Zehntenschenkung aus fränkischem Königsgut, dem fiscus Salz. Mit dieser Erstnennung ist nicht nur der bestehende königliche Gutsbezirk, sondern auch eine dörfliche Ansiedlung Salz (747>) bezeugt.

„In diesem Jahr wurde kein Kriegszug von dem König unternommen. (…) Um aber den Anschein zu haben, dass er diese Zeit müßig hinbringe, fuhr der König zu Schiff auf dem Main hinauf nach dem Palast, den er zu Saltz in Deutschland an der (fränkischen) Saale erbaut hatte und kehrte dann wieder auf demselben Fluss zu Tal nach Worms zurück“. Dieser Bericht Einhards, des fränkischen Geschichtsschreibers, macht die Gründung der Pfalz Salz (palatium Salze) durch Karl den Großen, dessen engster Vertrauter er war, sichtbar.


Karl der Große

Karl der Große

Die Karolinger



Die Bedeutung dieser weit im Osten des fränkischen Reiches gelegenen königlichen Pfalz wird deutlich durch die zahlreichen urkundlich belegten Besuche sowohl karolingischer als auch ottonischer Herrscher.



Herrscherbesuche - Die Karolinger

Herrscherbesuche - Die Ottonen


Palatium Salz mag vermutlich eine der ländlichen Pfalzen, die „ihrer Struktur nach mit Palastbauten ausgestatteten Gutshöfe“, gewesen sein.



Die Ungarn



Ernsthaft in Gefahr drohte seit Beginn des Jahres 900, als die Ungarn die Enns, ein östlicher Grenzfluss von Bayern (Nebenfluss der Donau), überschritten und in den folgenden Jahren durch ständig wiederkehrende Raubzüge Angst und Schrecken verbreiteten. Mangelhafte Abwehr deutscher Herzöge scheitere kläglich und endeten häufig genug mit militärischen Niederlagen. Die Einfälle der Ungarn führten immer tiefer in das Land und schließlich bedrohten sie 915 auch Fulda. Spätestens damit waren Fiscus und Pfalz Salz in eine bedrohliche Lage geraten.
Heinrich I., aus dem Hause der Liudolfinger, 919 von Franken und Sachsen zum ersten König der Deutschen gewählt, arrangierte ernsthaften Widerstand gegen die seit Beginn des 10. Jh. begonnen Einfälle der Ungarn. Die Zeit eines 926 erzwungenen neunjährigen Waffenstillstandes nutzte der Kkönig nicht nur für eine eingeübte verbesserte Kriegsführung sondern mittels einer ‚Burgenordnung' auch für den Schutz der Bewohner. Danach sollten für sie "im ganzen Reich" an geeigneten Stellen nicht nur „blose Verhaue und Verschanzungen, sondern auch Plätze … als Zufluchtsstätten“ entstehen.
Für den Königsgutbezirk Salz und seinen fiscalini war ein nahe gelegener (Veits-)Berg, ein Hügel über dem Saalesteilufer, in Sichtweite gegenüber Salz gelegen, und von der Talseite lediglich über eine Furt erreichbar, für solchen Zufluchtsort bestens geeignet. Eine in Resten vorhandene frühmittelalterliche Abschnittsbefestigung mit Wall und Graben wurde für eine, wie eine archäologische Befundanalyse aussagt, „letzte Ausbaustufe der Befestigung wohl im 10. Jahrhundert“ genutzt. Inmitten eines kreisrunden Grabens mit aufgefügter Wallanlage brachten Grabungen der Jahre 1984 und 1985 Mauerfundamente einer Rotunde zu Tage.



Eine ausführliche Darstellung dieses Themas findet sich in „FISCUS SALZ - Lokalisierungen und historische Entdeckungen“, eine Publikation von Heinz Gauly, erschienen 2008 beim Verlag Sendner & Neubauer, Bad Neustadt/S.


Über den Beginn und den Fortgang dieser Maßnahmen der Burgenordnung konnte sich der König anlässlich seiner Aufenthalte in der Pfalz während der Jahre 927 (actum Salcae) und 931 (actum Salze) selbst machen. Eine Verlegung der Pfalz zur ottonischen Zeit auf den (Veits-)Berg ob der ungarische Gefahrensituation ist, auch aus Gründen der königlichen Reputation, weder hier noch für andere Orte urkundlich belegt.

Mit der endgültigen Abwendung der ungarischen Gewalt durch den Sieg Ottos über die Ungarn 955 auf dem Lechfeld und im gleichen Jahr über die Slawen, verschieben sich die Interessen der fränkischen Reichspolitik ostwärts. Damit verliert der fiscus Salz zunehmend an Bedeutung. Deutlich wird dies an den großzügigen Schenkungen aus königlichen Besitz in dieser Region. So übertrag Otto II. (967 - 983) im Jahre 974 die beiden Kirchen Salz und Brend an das Stift Aschaffenburg, Otto III. (983 - 1002) 991 (95) seiner Schwester Mathilde das predium/curtis Salz, im Jahr 1000 Befestigung samt zugehörigen Hof Salz dem Bischof Heinrich I. von Würzburg. Heinrich II. (1002 - 1024) schenkt dem Bistum Würzburg die villa (Dorf) Salz.
Trotz dieses Niedergangs blieb der Name der überkommenen königlichen Gutsbezirkes und der karolingischen Pfalz über die Zeit hinaus mit dem Namen des Ortes Salz erhalten.



Versuche einer Lokalisierung der Pfalz



Die Suche nach dem Standort der karolingisch/ottonischen Pfalz Salz, deren Existenz in Urkunden und Berichten seit Ende des 8. Jahrhunderts belegt ist, scheiterte immer wieder an der unzureichenden Quellenlage und am Fehlen archäologischer Befunde. Bei der Sammlung von Relikten aus dieser Zeit, wie überkommene Orts-, Siedlungs- und Flurnamen im nähren Bereich von Salz, sind in neuerer Zeit nennenswerte Lokalisierungen gelungen: der Fronthof, die Wüstung Bincenhausen mit einer Mühlstatt, eine Furt über die Saale sowie eine Anzahl fokusierter Flurstücken mit der Bezeichnung „an/bei der Veitskirche“ auf dem gleichnamigen (Veits-)Berg.



Historische Topografie



Diesen Lokalisierungen, begleitet durch kompetente Luftbildarchäologie, folgten archäologische Grabungen mit äußerst bemerkenswerten Funden. So durch die Entdeckung und teilweise Freilegung eines merowingischen Gräberfeldes sowie Grabungen an der Kirche, welche Salz mit Befunden belegte historische Identität und Bedeutsamkeit verleihen sollten.
Das mittels Luftbildarchäologie 1998 an der „Alten Straße“ entdeckte Gräberfeld wurde zwei Jahre später mittels einer Sondierungsgrabung in einer Fläche von 70 x 6 Meter archäologische erschlossen. Es bestätigte, dass es sich um eine merowingerzeitliche Bestattungsanlage handelt, was das Luftbild als Befund bereits angedeutet hatte. Von 90 insgesamt erkennbaren Schächten wurden 26 durch Grabungen erschlossen. Bedeutendstes Fundobjekt ist das 34 cm lange gläserne Trinkhorn aus grünlichem Glas und reliefartigen Auflagen. Ein solches Exemplar ist außerordentlich selten und inzwischen als „das Sälzer Trinkhorn“ über die Landesgrenzen hinaus publik geworden.



Gläsernes Trinkhorn



Grabungen im Außenbereich der Sälzer Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt gab es bereits im Jahre 1921. Bereits zu dieser Zeit stufte man sie „aufgrund der Mauertechnik als frühmittelalterlich&lbquo; ein. Die romanischen Pfeiler im Inneren sowie ihr Grundriss verglich man mit der Einhard-Basilika in Steinbach (821) und der Salvatorkirche in Werden (875), so dass man in der Pfarrkirche schließlich „die gesuchte Pfalzkapelle“ zu erkennen glaubte.
Der Einbau einer Heizungsanlage 1979 im Kircheninneren ermöglichten Schnitt(Not-)grabungen, welche im Fundamentbereich eine „mit Holzkohle und einer Brandschicht versetzten Kulturschicht“ zeigte, aus der „Keramik des 9. Jh. (Vychitil) geborgen wurde“. Und weiter: Unter dem Fußboden, in dem das Spannfundament der Pfeiler, beobachtete man eingetieft eine „karolingische Schicht“. Soweit aus zwei Grabungsberichten des Landesamtes für Denkmalpflege. Diese Grabungen folgten im Jahre 2000 anlässlich Drainagearbeiten im Außenbereich akribische archäologische Untersuchungen an jener Stelle, die man bereits 1921 untersucht hatte. &dbquo;Das Gebäude“ so der Bericht „datiert demnach in die Zeit zwischen 7. und 13. Jahrhundert“. „Da leicht humose, stark lehmige Material (Anm.: in den Schnitten nördlich der Kirche) wird durch Keramikfunde ins frühe Mittelalter, in die Zeit nach 600 n. Chr. datiert“. Auffälligstes Fundstück in diesem Bereich ist ein handgemachter Napf, ein grobes Gefäß, vollständig von Hand gemacht und mit einer Stempelzier versehen. Abschließend wird resümiert, „dass der Platz bereits spätestens in der Merowingerzeit besiedelt war. Ein in seiner Bauart eher früh- als hochmittelalterliches Gebäude kann aufgrund der Lage an der Stelle der heutigen Kirche nur als Vorgängerkirche betrachtet werden“.



Merowingerzeitliches Gefäß



Die Lage der Pfalz blieb bislang unentdeckt, obwohl es an Versuchen ihrer Lokalisierung in der Vergangenheit keinen Mangel herrschte. Vor allem fehlten ihnen fachlich qualifizierte archäologische Befunde. Wie sind die neuesten Erkenntnisse zu bewerten und legitimieren sie einen neuerlichen Lokalisierungsversuch?
Aus heutiger Sicht basiert ein solcher Versuch auf neue archäologische Befunde der Kirche, die eine geänderte Beurteilung zulassen. Hat man diesen Gedanken folgend die Topografie ihrer Umgebung vor Augen, so ist ausschließlich der von der Kirche aus ostwärts gelegene Ortsteil für eine solche Anlage relevant, dies unter dem Aspekt, dass Kirche und Pfalz jeweils eine Einheit bildeten. Die Größe dieses Geländes bemisst sich auf 120 x 150 , (18.00 qm) und kann sich so mit anderen karolingisch/ottonischen Pfalzen durchaus messen, wie ein Vergleich mit der von Nimwegen mit 115 x 100 , (11.500 qm) deutlich macht, wobei andere Anlagen bis zu einem Vielfachen größer sind.



Vermuteter Standort der karolingisch/-ottonische Pfalz



Eine ausführliche Darstellung dieses Themas findet sich in „SALZ - Pfarrei und Kirche Mariä Himmelfahrt“, eine Publikation von Heinz Gauly, erschienen 2009 beim Verlag Sendner & Neubauer, Bad Neustadt/S.


Historische Topografie



Die Übertragung der beiden Kirchen Salz und Brend an der Stift Peter und Alexander in Aschaffenburg im Jahre 974 durch Kaiser Otto II., ist für die kommenden Jahrhunderte auch für Salz von besonderer Bedeutung. Die Schenkungsurkunde nennt eine Kirche in loco Salze und eine zweite in villa Brenden (in dieser Reihenfolge!). Damit wird erstmals ein Kirche des Ortes Salz genannt.
Der Umfang des Pfarrsprengels der Mutterkirche Brend, zu deren Tochterkirchen auch die von Salz gehörte, wird weit über das Neustadter Becken hinaus vermutet werden können. Anzunehmen, dass eine solche Sprengelbildung erst allmählich durch Aschaffenburg herbeigeführt worden ist, wobei die Kirche von Salz, aus praktischen Erwägungen aufgelassen, d. h. eine bereits bestehende Pfarrei zum Filial wurde.
Eine wietere Schenkung an den Bischof von Würzburg veranlasst im Jahre 1057/58 Polenkönigin Richeza, Schwester Ottos III. Sie überträgt ihm gegen lebenslange Versorgung das predium/curtis Salz, das ihr als Erbgut von ihrer Mutter zugefallen war. Ohne Gegengabe beinhaltet die Schenkung des weiteren 26 der familia (Gemeinschaft) durch Konnubium (familien-/ehelich-) verbundene servintes (Gesinde). Auch dieser Standort ist nicht gesichert, jedoch bietet sich aus guten Gründen der westlich von Salz lokalisierte Fronhof an.



Richeza

Richeza

Stammbaum


Damit vermehrt sich einmal mehr der würzburgische Besitz, und stärkt gleichzeitig  die bischöfliche Landesterritorialität, die im wesentlichen Mitte des 12. Jahrhunderts erreicht war. Hinzuweisen ist auf die neuesten Forschungsergebnisse zur Salzburg, deren Baubeginn man in die Mitte des 12. Jahrhunderts datiert und die als Ganerbenburg fürstbischöflichen Beamten als wichtiger Verwaltungssitz diente. Am Ende dieser Entwicklung war der Bischof von Würzburg geistlicher und weltlicher -fürstbischöflicher- Landesherr.

Unter dem Patronat des Abtes von Bildhausen

Unter dem Patronat des Abtes von Bildhausen


Einer Stiftung des Pfalzgrafen Hermann von Stahleck (Katzenellnbogen/Höchstadt) im Jahre 1156 diente zur Gründung der Zisterzienserabtei Bildhausen. Neben der Erneuerung des monastischen Lebens und damit verbunden eine vermehrte Tätigkeit in der Seelsorge, verfolgten die Mönche die Übertragung von Kirchen samt Pfarreien. Mit einer gezielten Erwerbspolitik konnten die Nutzungsrechte aus den anhängenden Pfründen des Kirchengutes die Existenz des Klosters weitgehend sichern. Bildhausen betrieb deshalb intensiv auch den Erwerb der „Salzforstpfarrei“ Brend, worüber es mit Aschaffenburg im Jahre 1307 zu einem ersten Kaufkontrakt kam, wobei der endgültige Erwerb nach schwierigen Verhandlungen erst 1324 abgeschlossen werden konnte. Dieser umfangreiche Zuwachs an Rechten, Einkünften und Gütern umfasste auch Kirche und Pfarrei Salz. Für die kommenden Jahrhunderte war damit das Kloster bestimmendes Element in der weiteren Geschichte des Ortes. Das Patronat der Kirche stand nunmehr dem Abt von Bildhausen zu, ebenso anfänglich der gesamte Zehnt. Zwei Bildhäuser Zehntscheunen in Salz zeugen vom diesem Besitz.
Mit diesem Erwerb hatte das Kloster auch die Verpflichtung der pastoralen Betreuung übernommen, eine Aufgabe, der die Mönche über die Jahrhunderte keineswegs immer gerecht werden konnten. Die Vielzahl von Pfarrei und Filialen erforderte eine erhebliche Anzahl an Geistlichen, die Mangels eigener Priestermönche nur mit angeheuerten Weltgeistlichen („Mietpriestern“) ausgeglichen  werden konnte. In manchen Zeiten lag dies am fehlenden Nachwuchs, in anderen am Niedergang klösterlicher Zucht und Ordnung. Häufig genug war der Bischof zum Eingreifen gezwungen und übernahm dann zwangsweise selbst die Stellenbesetzungen.
Bereits vor der Zeit des Wirkens der Zisterzienser hatte die Kirche ihren gewaltigen Turm erhalten, der nach Ausweis der Stilformen Ende des 13. Jahrhunderts entstanden ist. Diese Zeit fällt zusammen mit dem Auftreten der Herren Voit von Salzburg. Bis zur Säkularisation stand diesem Geschlecht ein Erbbegräbnis in dieser Kirche zu. Verschiedene Epitaphien zeugen davon. Sie waren wohl auch die großen Wohltäter dieses Gotteshauses.

Epithaphien


Die Baupflicht für Kirche und Pfarrhaus oblag ebenfalls dem Kloster. Ganz ohne Zweifel ist in dessen Zeit die Ausstattung, zunächst in der Phase der Spätgotik (mit zisterziensischen Elementen) dann des Barock, ganz das Verdienst der Mönche. Aber es bedurfte des energischen Einschreitens Julius Echters, ehe 1601 mit dem Bau eines neuen Pfarrhauses, an Stelle eines heruntergekommenen Frühmesserhauses, begonnen werden  konnte. Die Abläufe der einzelnen baulichen Änderungen am dreischiffigen basilikalen Kirchenbau, lassen sich im Wesentlichen erschließen und ermöglichen darüber hinaus die Rekonstruktion einer „Urkirche“. Neueste dendrochronologische Untersuchungen waren dabei wichtige Hilfen.


Die Säkularisation

Die Säkularisation


Eine radikale Änderung der Jahrhunderte dauernden Verhältnisse bescherte die französische Revolution im Jahre 1789. Frei und gleich sollten alle Menschen sein, wobei die Annullierung der Feudalrechte und Privilegien sowie die Einziehung der Kirchengüter alleine ihnen zugute kommen sollten. In den folgenden Jahren griffen diese wahrhaft revolutionären Änderungen auf ganz Europa über.
Eine Welle der Säkularisation, d.i. die Einziehung und Nutzung kirchlichen Eigentums durch weltliche Gewalt, erfasste Europa. Als Folge wurden in Deutschland 25 Fürstbistümer und 44 Reichsabteien aufgehoben und enteignet. Ende des Jahres 1802 war der letzte Fürstbischof des Fürstbistums Würzburg Georg Karl v. Fechenbach zurückgetreten. Das säkularisierte Fürstbistum Würzburg wurde Bayern zugeschlagen.
Anfang 1803 wurde das Kloster Bildhausen nach 647 Jahren seines Bestehens vom neuen Landesherrn in Besitz genommen und aufgelöst. Damit übernahm Bayern alle Rechte und Pflichten, wie sie zuvor gegenüber Personen und Sachen bestanden. So auch die Anstellung samt Versorgung der Pfarrgeistlichen sowie die Baulasten an Kirche und kircheneigenen Gebäuden und Einrichtungen.
Die politischen Verhältnisse Europas Anfang des 19. Jahrhunderts machten aus den enteigneten Territorien handelbare Objekte. Bereits 1806 gab Bayern tauschhalber Würzburg wieder ab. Neuer Landesherr wurde Großherzog Ferdinand von Toskana, das Land damit Großherzogtum. Aber auch diese Konstellation war nicht von Bestand. Mit den Niederlagen Napoleons musste auch Ferdinand abdanken, und das gesamte Gebiet im Jahre 1814 kam ein zweites Mal, und diesmal endgültig, zu Bayern. Die Geschichte des 19. Jahrhunderts war geprägt durch den unerhört großen territorialen Zuwachs Bayerns sowie dessen Umformung zu einem reorganisierten und zentralisierten Staatswesen.

E N D E



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